Bildung

Als alleinerziehende Mutter kenne ich die Auswirkungen der bayerischen Bildungsmisere aus eigener Anschauung. Aber Bildung ist mehr als der tägliche Ärger mit der Schule: Für wirkliche Freiheit und ernsthafte Beteiligung an Demokratie brauchen alle Menschen gleichwertige Bildungschancen – nicht theoretisch, sondern tatsächlich.
Dafür fordere ich zukunftsweisende Angebote an Kitas und Schulen, an Hochschulen und in der Weiterbildung.

Mit Martin Güll, Bildungsausschussvorsitzender, und Helmut Klemm, Schulleiter Eichendorffschule

Im bayerischen Bildungswesen findet nach wie vor eine gravierende soziale Auslese statt. Hier spielen Wohlstand und Bildungsniveau der Eltern eine besondere Rolle für den Schulerfolg der Kinder. Das ist zutiefst ungerecht und undemokratisch.

Bayerische Ideen wie das Betreuungsgeld weisen in die falsche Richtung. Viel sinnvoller wäre es, mit dem Geld Ausbildung und Bezahlung der Erzieherinnen und (der wenigen) Erzieher zu verbessern und mehr und vor allem besser ausgestattete Kitaplätze zu schaffen.

Wir brauchen mehr Lehrer in allen Schularten. Wir brauchen neue Schulkonzepte und eine moderne Lernkultur. Wir brauchen Ganztagsschulen hoher Qualität, nicht nur Vormittagsunterricht mit freiwilliger Betreuung am Nachmittag. Bei der Ganztagsschule ist Bayern nach wie vor Schlusslicht in Deutschland.