Podiumsdiskussion der Wohlfahrtsverbände

Eine sehr interessante Podiumsdiskussion auf Einladung der Wohlfahrtsverbände aus Erlangen und Erlangen-Höchstadt hat wieder gezeigt: Ohne die wichtige Arbeit und Motivation der vielen Menschen, die in der Pflege, bei vielfältigen Angeboten für sozial Benachteiligte, in Einrichtungen zur Integration von Migranten, in Unterkünften für Asylsuchende und in Fördereinrichtungen für Menschen mit Behinderung tätig sind, würde unsere Gesellschaft auseinanderbrechen.

Hierbei darf neben dem sozialen Aspekt nicht vergessen werden, dass diese Wohlfahrtsverbände als drittgrößter Arbeitgeber in Erlangen und der Region fungieren. Unterstützende Maßnahmen aus der Landes- und Bundespolitik sind dringend erforderlich. Nur wenn jede und jeder die Chance auf eine gerechte Teilhabe an unserem Gemeinwesen hat, können wir miteinander leben.
Artikel 10 der Sozialcharta „Ein soziales Bayern ist vielfältig, solidarisch und gerecht“ umfasst alles, was aus meiner Sicht von der Politik dringend zu leisten ist.

Gemeinsame Wurzeln von SPD und Kirche betont

Gemeinsame Wurzeln von SPD und Kirche betont

„Soziale Gerechtigkeit ist kirchlich und politisch in der Würde des Menschen begründet, die einen nennen es Nächstenliebe, die anderen Solidarität“ betonte Landtagsvizepräsident Franz Maget auf dem Empfang mit Kirchenvertretern und Sozialverbänden der SPD Erlangen-Höchstadt die gemeinsamen Ideen und Wurzeln der Sozialdemokratie und der Kirchen.

In ihrer Begrüßung betonte Alexandra Hiersemann, Landtagskandidatin und stellvertretende Landessynodale: „Themenabende von SPD und Kirche sollen den Kontakt zwischen den unterschiedlichen Vertretern auf allen Ebenen anregen. Das Forum soll nicht in Unverbindlichkeit stecken bleiben, sondern christlich geprägte Positionen in der SPD diskutieren und begleiten.“ So habe der Arbeitskreis SPD und Kirche bereits diverse Veranstaltungen mit aktuellen Themen wie „Managerbonuszahlungen und die Moral in Wirtschaft und Politik“, „Mutbürger in der Demokratie“ oder „Ladenschluss“ durchgeführt. Besonders anschaulich seien die Gemeinsamkeiten von SPD und Kirche laut Hiersemann anlässlich der letzten Evang. Landessynode in Bayern gewesen. Hier gab es zahlreiche gemeinsame Themen wie die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns, den Sonntagsschutz, sowie in der Auseinandersetzung gegen jegliches rechtsradikales Gedankengut. Landrat Eberhard Irlinger wies in einem Grußwort darauf hin, wie schwer noch vor 30 Jahren die Gründung des Arbeitskreises SPD und Kirche war und wie viel Gegenwind ihm als Mitgründer entgegengeschlagen ist. Für die zahlreich anwesenden Vertreter aus Kirchengemeinden und sozialen Einrichtungen des Landkreises Erlangen-Höchstadt ergaben sich interessante Möglichkeiten zum Austausch im persönlichen Gespräch. Franz Maget: „Wir müssen als Christen christliche Werte in Wirtschaft und Staat einfordern. Der Wert einer Wirtschaftsordnung und von Menschen darf sich nicht nur über Börsenkurse definieren. Kriterium für eine gerechte Gesellschaft und Wirtschaftsordnung ist immer, wie es den Schwächsten in einer Gesellschaft geht.“